VEM-Freiwillige   2017/2018   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009 

Aaron  |  Alma  |  Angelina  |  Bernd  |  Christian  |  Flora  |  Jena  |  Johanna  |  Lanrianna  |  Lene  |

Lotte  |  Lydia  |  Maria  |  Mia  |  Niklas  |  Nora  |  Patrizia  |  Sara  |  Sophie  |  Stefan  |  Warinka  |

Menu:

Archiv

Blog durchsuchen:

Pula – ein geheimnisumwitterndes Element

Autor: LanriannaPeters | Datum: 30 November 2015, 17:32 | 1 Kommentare

„Pula“ ist das setswanische Wort für „Regen“.

Von Klein an weiß jeder, dass Regen – und unausweichlich damit verbunden Wasser – ein lebenswichtiges Element ist. Aber erst in meinem heutigen Lebenspunkt lerne ich es aufs Höchste wertzuschätzen. Warum? – Das ist leicht zu beantworten!

Zeitsprung: Vor drei Wochen…

… „Schon wieder Regen! Es ist ungemütlich, düster und nass. Ich kann nichts großartig machen. Mit Tiara (mein Hund) spazieren zu gehen oder zu joggen habe ich in so ein Wetter auch keine Lust. Da fange ich mir nur eine Erkältung ein…“ Wenn es Tag ein, Tag aus regnete, war ich also eher genervt als erfreut.

 

Zurück in die Gegenwart…

„Wo bleibt der Regen?“ Alles sehr trocken und warm. Ich wurde bei meiner Ankunft mit 43°C begrüßt, eine schwüle Hitze. Dieses Jahr sei die Trockenphase ausgeprägter als üblich gewesen. Als es ca. fünf Tage später zu gewittern und zu regnen angefangen hat, glich es einem Weltwunder, da es kein Regen wochenlang (ca. zwei Monate) gegeben habe. Botswana grenzt auch an kein Wasser und besteht westlich aus einer Wüste (die bekannte Kalahari-Wüste), weswegen dieses Land u.a. zu Zeiten der Kolonialherrschaft als unattraktiv gesehen wurde. Übrigens, nicht ganz Botswana leidet an der Wasserknappheit: nur der Süden und Gabane, wo ich wohne, liegt südlich. Aber wir kriegen auch durch andere Wege Wasser: jedes Haus hat angrenzend große Fässer gefüllt mit Wasser. Und wenn diese leer sind, wird Wasser gekauft und die Fässer wieder aufgefüllt. Somit ist es, zumindest in meiner Umgebung, keine Selbstverständlichkeit 24/7 Wasser durch Wasserhähne zur Verfügung zu haben.

Erwähnenswert ist auch, dass ´Pula´ alle Lebensbereiche umfasst: Kultur, Wirtschaft, Politik. ´Pula´ ist nämlich auch die Landeswährung und die bläuliche Farbe des ´Pula´ ist auch in der Staatsfahne wiederzufinden. Alles in einem: ´Pula´ ist etwas Magisches. Diese Magie ist erkennbar, wenn die ersten Tropfen rasseln und meine Pre-Schüler freudig im Regen tanzen und „Look, Pula!“, mir entgegenrufen. Jetzt erspüre ich große Freude, Regenwolken zu sehen, Regen prasseln und Gewitter grollen zu hören, Regentropfen auf der Haut zu spüren und den typischen Regengeruch zu riechen.

Ich bin erst zwei Wochen hier und habe schon diese große Lebenserkenntnis gewonnen. Dieses Freiwilligenjahr ist eine Bereicherung und ein Puzzle zugleich. Wer weiß schon, was mich noch erwartet, wie ich mich noch weiter verändere. Jedes Puzzlestück meines Freiwilligenjahres kann etwas Unerwartetes aufdecken.

 

-          Liebste Grüße aus Botswana: Eure Dintlé

 

Standard

«Neuerer Eintrag | Älterer Eintrag»

 

 

Kommentare

  1. 1. Hartmut Päper  |  02 Dezember 2015, 10:08

    Da bestätigt sich doch beim Regen, was auch für andere Lebensbereiche mit annähernd naturwissenschaftlicher Sicherheit zutrifft: Was die einen zu viel haben, haben die anderen zu wenig. Hoffe für Tiara, dass sie ihr Frauchen nicht zu sehr vermisst.

 

 

Kommentar Verfassen

 This is the ReCaptcha Plugin for Lifetype