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Die Odysee des Wartens in fünf Phasen (15.11.15)

Autor: LanriannaPeters | Datum: 25 November 2015, 19:20 | 2 Kommentare

Es ist so weit, endlich darf ich meinen Freiwilligendienst mit gut zwei Monaten Verspätung starten! :)

Das hat viiiiiiel Warten beinhaltet und in der Zwischenzeit habe ich auch wenig machen können, weil eine Abreise jederzeit plötzlich hätte sein können.

Aber dann ist alles doch anders gekommen:Kein Visum für Indonesien – die Möglichkeit offen nach Botswana geschickt zu werden.

Und ich sofort „JA“, denn mein Ziel war und ist ein Freiwilligendienst im Ausland zu absolvieren. Und jetzt ist es auch soweit. Ob das Warten hiermit ein Ende hat? Nein.

  1. Das gefühlt unendliche Warten auf ein Indonesienvisum --> 27. November: Nachricht, dass mein Freiwilligendienst in Botswana in den kommenden Wochen beginnen kann; von diesem Datum an ging das „Warten“ sehr schnell vorbei.
  2. 10. November: Abflug!!! 17:40 vom Hamburg Flughafen. Und schon ging es weiter mit dem Warten: Hamburg – Paris – Johannesburg – Gabarone. Nach 22 ½ h war ich auch fast am Ziel. Einmal durch die Passkontrolle und dann wurde ich herzlichst von Tsweks und den Zwillingen Nono und Baba empfangen. Mir war es eine Ehre, an den Geburtstag der Zwillinge anzukommen, die mich gleich auch sofort eingeladen haben, freitags am Chor teilzunehmen. Nach paar Stunden konnte ich auch meine sehr nette Gastfamilie (Großeltern und eine Schwester namens Amantle) kennenlernen und müde ins Bett steigen. :) 
  3. Setswana-Lernen: Ich warte auf mein Sprachkurs, es ist nicht klar, wann es beginnen soll; bis dahin muss ich mich mit Englisch verständigen. Fast jeder, was mich sehr begeistert, kann Englisch sprechen. Aber die Hauptalltagssprache ist Setswana. Und schon gleich ein Tag nachdem ich angekommen bin, wurde ich öfters von Klein und Groß gefragt, warum ich noch kein Setswana kann. Ich freue mich schon sehr Setswana zu lernen!
  4. Und gleich in der ersten Woche wurde ich schon zu wichtigen Anlässen mitgenommen: eine Tombstone-Revailling und am Sonntag zum wöchentliche Kirchengang. Und auch dort heißt es: Warten. Denn ich verstehe nichts, da nur Setswana gesprochen wird. Die Stunden waren aber sehr gut verträglich, weil hier in Gabane eine sehr lebendige Atmosphäre herrscht, wo viel zwischendurch getanzt und gesungen wird! Und es macht auch sehr viel Spaß, auch weil ich mich hier behütet und sehr aufgenommen fühle. Viele kommen dann zu einem und sagen „Dumela Mma, a o sa tsogile sentle?“ Und ich „Dumela Mma/ Rra, ke sa tsogile“. Aber ich muss zugeben, dass ich immer sehr lange nachdenken muss, bis ich erkenne, dass sie nach meinem Wohlergehen fragen. Aber alle haben ein sehr großes Verständnis dafür, dass ich am Lernen bin und dass mir auch bei der Vorstellung vor der Gemeinde plötzlich die setswanischen Worte fehlten (sollte dann mich auf Englisch vorstellen)…
  5. Schule: Am zweiten Tag meiner Ankunft war ich auch gleich als „Teacher“ vor allen Kindern in der Pre-School vorgestellt worden. Und diese sind wiederum begeistert und sagen „Goodmorning teacher, Lanni, how are you?“ Aber dadurch, dass ich mit denen nur Englisch spreche und sie da noch nicht so viel verstehen, bin ich auch wieder eher weniger ernst zu nehmen. Aber ich bin sicher, dass diese Tatsache sich schnell ändern wird ^^.

Conclusio:

1. Mir geht es sehr gut, auch wenn hier eine brütende Hitze von ca. 40°C durchgehend herrscht.

2. "Warten" hat was Gutes an sich, denn dadurch lernt man Geduld und Zeit wertzuschätzen. Auch hast sich das Warten SEHR gelohnt: Alle sind sehr nett und freuen sich, mich kennenzulernen. Ich habe auch schon einen setswanischen Namen "Dintlé", was übersetzt "Schönheit" bedeutet. Und meine Nachbarskinder bringen mir paar Worte Setswana bei und zeigen mir die geheimnisvollen und abenteuerlichen Ecken von Gabane… dazu aber mehr in einen späteren Blog!

 

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Kommentare

  1. 1. Lina Pakan Peters  |  26 November 2015, 15:39

    Very well written.

 

 

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