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Rundbrief No 2

Autor: LanriannaPeters | Datum: 25 Juni 2016, 19:46 | 1 Kommentare

Dumelang rotle gape! Wieder einmal: Hallo alle zusammen! :)

Zwei Drittel meines Freiwilligenjahres sind inzwischen vorbei. Sieben Monate. Und gut drei Monate sind seit meinem letzten Rundbrief vergangen. Drei ereignisreiche Monate voller Erlebnisse, Aktionen, Überraschungen.

Wie soll ich nur all mein Leben auf ein paar Seiten Papier euch näher bringen? – Das ist schon eine Challenge an sich, aber ich probiere es:

In diesem Rundbrief will ich euch die Bedeutung der Kirche in mein Leben vor Ort veranschaulichen.

Was bedeutet es gläubig zu sein?

Wie wird mein Glauben ausgelebt?

Was für Einfluss hat der Glauben auf mein soziales Leben?

In meinem ‚alten‘ Leben in Stade wurde Gläubigsein größtenteils belächelt. Sei es familiär noch in der Schule noch im Freundeskreis – Oft wurde alles dann wissenschaftlich beurteilt und Gott als eine Illusion gesehen.  Diese Ansicht hat zu genügend Diskussionen geführt, erstrecht, wenn behauptet wurde, dass die Kirchen ‚Geldeinsammler‘ seien. Dass die Kollekten meist zum gutem Zwecke, z.B. für gemeinnützige Organisationen, genutzt werden, wurde oft nicht geglaubt oder mit einer abwürfigen Handbewegung belächelt. Und dieser Unglaube scheint tendenziell immer mehr zu wachsen. Warum nur? Ist es so absurd seine Hoffnung und Liebe in etwas Übernatürliches zu stecken? ... Fragen über Fragen häufen sich... Und die meisten Fragen sind unbeantwortbar... 

Aber nicht überall in der Welt wird Gott vernachlässigt und belächelt: (weiter)

 

Rundbrief No. 1

Autor: LanriannaPeters | Datum: 19 Februar 2016, 12:25 | 4 Kommentare

 

Dumelang alle zusammen! 
Grüße aus der weit entfernten Stadt Gabane! Gelegend in Botswana – 13.188 km (Google Map – Angabe)  weit weg von meiner Heimatstadt Stade – getrennt vom Mittelmeer und etliche andere Gewässer.
Wer schickt diese Grüße? Ihr kennt mich unter den Namen Lanrianna oder Lanni. Hier habe ich noch mehr Namen: Lari, Lami, Lame, Lekgoa, Germany, Dintle, Lina … Dintle Mogotsi, das ist mein setswanischer Name hier. Es bedeutet „Schönheit“.
Ja, ich habe etliche Namen. Und doch kann ich in diesem Rundbrief nur aus einer Sicht – meiner – berichten, wie mein Leben hier in Gabane ist, was ich hier erlebe, was ich sehe, was ich denke. Ich kann weder von Leben in „ganz Botswana“, sprechen, geschweige denn von „Afrika“. 
Viel Spaß beim Lesen meines ersten Rundbriefes! J
In dieser Ferne ist die Bibelstelle meiner Konfirmation ein guter Begleiter Isa 43, 1-2:
 „Do not fear, for I have redeemed you; 
I have summoned you by name; you are mine. 
When you pass through the water, I will be with you;
And when you pass through the rivers, they will not sweep you over. 
When you walk through the fire, you will not be burned; 
the flames will not set you ablaze.” (weiter)

 

Mein neues Ich

Autor: LanriannaPeters | Datum: 10 Januar 2016, 20:00 | 0 Kommentare

Ngwaga o mosha! Frohes neues Jahr! Ja, ich habe lange nicht von mir hören lassen, was daran liegt, dass ich mich versuche einzuleben. Seit dem 1. Dezember hatten wir Schulferien bis zum 4.1. Nein, ich habe keine großartigen Reisen unternommen; ich war den gesamten Monat über unter Freunden und Familie, habe neue Leute kennengelernt, habe versucht mir ein bisschen Setswana selber beizubringen, habe also mein neues Leben hier vor Ort gelebt. Und es ist um einiges spaßiger, spannender und interessanter als mein Leben bisher! Warum?

 

SPASSIGER: Das Leben hier ist sehr viel lebhafter. Nicht nur auf Veranstaltungen und Partys wird gesungen und getanzt, sondern auch in der Kirche oder wenn einem langweilig ist. Und zwar nicht nur die Jugendliche, sondern von Jung bis Alt! So steht im Gesangsbuch geschrieben, dass Tanz und Gesang einen existenziellen Wert in der botswanischen Gesellschaft haben und Lebensfreude und Licht in das Leben bringen. Spaßig wird das Leben auch dadurch, dass ich beides relativ von Punkt Null an lernen muss, was manch einer meiner Freunde sehr zum Lachen bringt. :D

 

SPANNENDER: Neue Kultur. Neue Sprache. Neue Umgebung. Neue Freunde. Alles neu und fremd. Botswana – spezifizierter: Gabane – ist Neuland für mich. Umso mehr freue ich mich auf dieses Jahr 2016, was für weitere Erlebnisse mir bevorstehen. :)

 

INTERESSANTER: Spannend und Interessant gehen Hand in Hand. Nehmen wir als Beispiel die Feiertage. Weihnachten und Silvester wurden beides ganz anders als zuhause in Deutschland gefeiert. Dazu so viel: 40°+ Weihnachten und Neujahrstart in der Kalahari ;)… (Dazu aber mehr in mein Rundbrief, der Ende Februar ansteht!)

 

Unter all diesen neuen Lebensumständen und Begebenheiten stelle ich mir die Frage:

                                               Verändere ich mich? (weiter)

 

Pula – ein geheimnisumwitterndes Element

Autor: LanriannaPeters | Datum: 30 November 2015, 17:32 | 1 Kommentare

„Pula“ ist das setswanische Wort für „Regen“.

Von Klein an weiß jeder, dass Regen – und unausweichlich damit verbunden Wasser – ein lebenswichtiges Element ist. Aber erst in meinem heutigen Lebenspunkt lerne ich es aufs Höchste wertzuschätzen. Warum? – Das ist leicht zu beantworten!

Zeitsprung: Vor drei Wochen…

… „Schon wieder Regen! Es ist ungemütlich, düster und nass. Ich kann nichts großartig machen. Mit Tiara (mein Hund) spazieren zu gehen oder zu joggen habe ich in so ein Wetter auch keine Lust. Da fange ich mir nur eine Erkältung ein…“ Wenn es Tag ein, Tag aus regnete, war ich also eher genervt als erfreut.

 

Zurück in die Gegenwart… (weiter)

 

Die Odysee des Wartens in fünf Phasen (15.11.15)

Autor: LanriannaPeters | Datum: 25 November 2015, 19:20 | 2 Kommentare

Es ist so weit, endlich darf ich meinen Freiwilligendienst mit gut zwei Monaten Verspätung starten! :)

Das hat viiiiiiel Warten beinhaltet und in der Zwischenzeit habe ich auch wenig machen können, weil eine Abreise jederzeit plötzlich hätte sein können.

Aber dann ist alles doch anders gekommen:Kein Visum für Indonesien – die Möglichkeit offen nach Botswana geschickt zu werden.

Und ich sofort „JA“, denn mein Ziel war und ist ein Freiwilligendienst im Ausland zu absolvieren. Und jetzt ist es auch soweit. Ob das Warten hiermit ein Ende hat? Nein.

  1. Das gefühlt unendliche Warten auf ein Indonesienvisum --> 27. November: Nachricht, dass mein Freiwilligendienst in Botswana in den kommenden Wochen beginnen kann; von diesem Datum an ging das „Warten“ sehr schnell vorbei.
  2. 10. November: Abflug!!! 17:40 vom Hamburg Flughafen. Und schon ging es weiter mit dem Warten: Hamburg – Paris – Johannesburg – Gabarone. Nach 22 ½ h war ich auch fast am Ziel. Einmal durch die Passkontrolle und dann wurde ich herzlichst von Tsweks und den Zwillingen Nono und Baba empfangen. Mir war es eine Ehre, an den Geburtstag der Zwillinge anzukommen, die mich gleich auch sofort eingeladen haben, freitags am Chor teilzunehmen. Nach paar Stunden konnte ich auch meine sehr nette Gastfamilie (Großeltern und eine Schwester namens Amantle) kennenlernen und müde ins Bett steigen. :) 
  3. Setswana-Lernen: Ich warte auf mein Sprachkurs, es ist nicht klar, wann es beginnen soll; bis dahin muss ich mich mit Englisch verständigen. Fast jeder, was mich sehr begeistert, kann Englisch sprechen. Aber die Hauptalltagssprache ist Setswana. Und schon gleich ein Tag nachdem ich angekommen bin, wurde ich öfters von Klein und Groß gefragt, warum ich noch kein Setswana kann. Ich freue mich schon sehr Setswana zu lernen! (weiter)